Das Chinchilla


In ihrer Heimat, den Anden, ist die Wildform nur noch selten anzutreffen, da sie wegen ihres begehrten Pelzes stark bejagt wurde. In den Bergen Südamerikas kann sie bis zu einer Höhe von 4000 Metern vorkommen.
Tagsüber sucht sie in Felsspalten und Höhlen Schutz vor der Sonne, denn im Gegensatz zu unseren heimischen Nagern besitzen sie keine kräftigen Krallen, die geeignet wären, einen Erdbau anzulegen.
In der Dämmerung beginnen Chinchillas mit der Futtersuche. Ihr dichtes, weiches Fell schützt sie dabei vor der Kühle der Gebirgsnächte. Das Weidegebiet der wildlebenden Chinchillas hat nur spärlichen Pflanzenwuchs. Ihre Hauptnahrungsquelle bilden trockene Steppengräser. Um diese karge Nahrung verdauen zu können, haben Chinchillas einen sehr langen Darm. Deshalb sollte die Nahrung der Tiere auch bei uns nährstoffarm und rohfaserreich sein. Nur so bleiben ihre Gesundheit und Vitalität zeitlebens erhalten.
Heu bester Qualität und vorgefertigtes Chinchillafutter werden den Ansprüchen gerecht. Will man seinen C
hinchilla mit heimischen Futterpflanzen ernähren, sollte jede Futterumstellung langsam erfolgen. Es muss darauf geachtet werden, dass in der Tagesration Vitamine und Mineralstoffe enthalten sind. Auf eine falsche Zusammensetzung reagiert die Darmflora der Chinchilla empfindlich. Mehr als die Hälfte aller Erkrankungen von Chinchillas haben ihre Ursache in falscher Fütterung.

Bevor man sich aber dazu entschließt, sich ein Chinchilla zu kaufen, sollte man einiges bedenken. Da diese Tiere fast nur nachts aktiv sind, sollten sie eine ruhige Ecke in der Wohnung bekommen, wo sie zugfrei und nicht in der prallen Sonne stehen, um in Ruhe zu schlafen. Wärme vertragen sie nicht so gut wie Kälte. Idealtemperatur liegt um 15°C. Wenn es zu heiß wird, kann der Kreislauf schnell schlapp machen.

Chinchillas haben einen großen
Bewegungsdrang. Der Käfig sollte somit nicht zu klein gewählt werden. Ausgestattet sollte er mit Natur Ästen ( von Haselnuss, Birnen- oder Apfelbaum) zum knabbern und klettern, einigen Plattformen in verschiedenen Höhen angebracht, aus Naturbelassenem Holz, einem Schlafhäuschen mit Deckel, Futter-, Trinkplatz und einer Sandschüssel sein. Letzteres sollte recht hoch sein und mit sehr feinem Chinchillasand (Quarzsand) aus dem Fachhandel gefüllt sein. Nicht voll, aber genug, das es darin baden kann. Es braucht den Sand für die Fellpflege. Auch kann man eine kleine Katzentoilette gefüllt mit Katzenstreu anbieten um das Geschäftchen zu verrichten. Diese sollte weit genug vom Futterplatz entfernt stehen. Nach Möglichkeit Futterschale befestigen, denn Chinchillas springen sehr gern und es kann sonst oft geschehen, das das Futter durch den Käfig fliegt. Wasser kann aus einem Spender am Gitter von außen befestigt werden. Das Heu sollte in einer Raufe im Käfig angebracht werden, damit es auf dem Boden nicht verschmutzt wird.
Beim Freilauf in der Wohnung kann es passieren, das es die Möbel oder auch Stromkabel annagt. Darum sollten Gefahrenquellen möglichst aus dem Weg geräumt werden. Auch Zimmerpflanzen können zu Gefahrenquellen werden.
Sie werden sehr schnell Handzahm und können auch gut auf ihren Namen hören lernen.
Da Chinchillas sehr soziale Tiere sind, sollten sie nach Möglichkeit zu zweit gehalten werden. Wenn man keinen Nachwuchs wünscht, 2 Gleichgeschlechtliche Tiere. Ihre Lebenserwartung liegt bei etwa 20 Jahren, das sollte auch bei der Anschaffung bedacht werden.

Das richtige Futter


Kräutermischung für Chinchillas:
5 Teile Kamillenblüten
4 Teile Gänseblümchenblüten
4 Teile Rosenblüten
3 Teile Löwenzahnkraut
2 Teile Hagebutten
2 Teile Brennnessel 1 Teil Scharfgarbe
1 Teil Scharfgarbe

Das Handelsübliche Chinchillafutter ist von der Zusammensetzung sehr gut, dennoch sollte man darauf achten das nicht zu viele Nüsse und Rosinen darin enthalten sind. In geringen Mengen sollten Weizen, Hafer, Buchweizen und Mais in der Pelletmischung sein.
Als weitere wichtige Komponente ist eine Mischung der verschiedenen Kräuter oben zu empfehlen. Zusätzlich
Als weitere wichtige Komponente ist eine Mischung der verschiedenen Kräuter oben zu empfehlen. Zusätzlich muss
Sehr sparsam auch mit Leckerbissen wie ungeschwefelten Rosinen, Trockenobst, Zwieback, Cornflakes, Sonnenblumenkernen etc. umgehen.



Wenn man sicher ist, das man den Nachwuchs der Chinchilla auch in gut Hände geben kann, ist ein Pärchen zur Anschaffung OK. Man kann entweder Junge Tiere zusammensetzen oder ein Junges und ein Älteres Tier. Die jungen Tiere sollten mindestens 9 Monate alt sein, bevor sie das erste mal Junge bekommen sollen. Die Trage Zeit beträgt etwa 110 bis 112 Tage.
Während der Tragezeit, braucht das Weibchen viel Ruhe und sollte nicht so oft raus genommen werden.

Mehr zur Zucht auf Anfrage.