Das Streifenhörnchen

Das Streifenhörnchen kommt aus den Nord- und ostasiatischen Waldgebieten.
Es gehört zur
Verwandtschaft der Eichhörnchen, Alpenmurmeltier und dem Ziesel.

Der Name der Streifenhörnchen ist eher unglücklich gewählt, da die Längsstreifung in etwas unterschiedlicher Form bei vielen Hörnchenarten auftritt. Um Verwechslungen zu vermeiden,
muss das Hörnchen genau betrachtet werden.
Der buschige Schwanz wird bei der Körperpflege besonders beachtet, da er für das Streifenhörnchen ein wichtiges Balanceorgan darstellt. Ein Streifenhörnchen, das seinen Schwanz durch eine Verletzung verloren hat ist in seinen Bewegungen deutlich eingeschrä
nkt.
Ein anderes Merkmal sind die großen dunklen Augen, die oben und unten hell
eingefasst sind. In Verbindung mit dem rundem Kopf erhält das Hörnchen so ein "puppiges" Aussehen. Die spitze Nase ist zum Untersuchen von Spalten und Löchern bestens geeignet.

Vom Wesen her sind sie Einzelgänger. Wenn es nun
Einzelt gehalten wird, vermisst es seine Artgenossen nicht. Am verträglichsten sind zwei Männchen, jedoch stellt ein friedliches Zusammenleben zu zweit eine große Ausnahme dar. Da sie keine Streicheltiere sind, eignen sie sich auch nicht für Kinder. Charakteristische Hörnchenmerkmale sind neben den großen Augen, die kräftigen Zähne und die langen Schnurrhaare (Vibrissen). An der Oberseite ist das Fell grau und trägt fünf breite, schwarzbraune Längsstreifen. Die Körperseiten sind gelblich grau. Die scharfen Krallen zeigen die Anpassung an das Baumleben.

Diese noch nicht domestizierten Tiere, die meist schnell zutraulich und handzahm werden, sind possierliche und interessante Haus- oder Zimmergenossen. Voraussetzung ist allerdings,
dass man Platz hat, denn Streifenhörnchen sind wahre Kletterkünstler, die ihren arteigenen Bewegungstrieb ausleben müssen. Eingesperrt in einen kleinen Käfig würden sie bald kümmern und ihrem Besitzer ein recht trauriges Bild bieten.

Wenn man eine Garten hat und die Möglichkeit eine größere Voliere zu bauen, diese mit vielen Klettermöglichkeiten und Verstecken ausrüstet, auch Schlafhöhlen sollten nicht fehlen, kann darin auch mehrere Tiere halten. Dann kann es sogar zu Nachwuchs kommen. Da in einer größeren Voliere, die Tiere die Möglichkeit haben sich gegenseitig aus dem Weg zu gehen.

Ähnlich wie ein Goldhamster besitzt das Streifenhörnchen Backentaschen, die im prall gefüllten Zustand den Hörnchenkopf auf das dreifache anwachsen lassen kann.
Die langen Schnurrhaare (Vibrissen) dienen als Abstandshalter beim Durchlaufen von Erdröhren oder Baumspalten.
Hörnchen, die dauernd geweckt werden, entwickeln Verhaltensstörungen und sterben oft viel zu früh.

In Freier Wildbahn werden Streifenhörnchen im Schnitt, sechs bis sieben Jahre alt. In der richtigen Heimhaltung könne die Tiere 10 Jahre und älter werden.

Futter, Pflege, Käfig

Der Futtertopf sollte nicht zu flach sein, damit nicht gleich das Futter rausgeworfen werden kann. Das Wassergefäß sollte etwas höher am Gitter oder eine kleinen Plattform angebracht werden, damit es nicht gleich verschmutz wird.
Im Zoofachhandel bekommt man ein für Streifenhörnchen sehr gut zusammengestelltes Mischfutter. Aber man
muss darauf achten, das neben den Sämereien und Nüssen auch getrocknete Insekten darin enthalten sind.
Grundsächlich können Sie Ihrem Streifenhörnchen alle bei uns angebotenen Sämereien geben, nur keine Mandeln, da darin Blausäuren enthalten sind und dem Hörnchen den Tod bringen.
Die Sämereien sollten auch nicht zu klein sein, da sich der Aufwand der Enthülsung für das Tier nicht lohnt, sie nehmen es auch nicht so gerne.
Sollten Sie das Futter selber zusammen stellen, so sollten folgende Futtersorten darin enthalten sein: 25% Hafer oder Haferflocken, 40% Sonnenblumenkerne, 10% Hanfkerne, 25% Weizen und etwas Hirse. Dazu geben sie einige Nüsse (Erd-, Wal-,
Haselnüsse) oder Wildfrüchte wie Eicheln, Bucheckern und Hagebutten. Sie könne im Sommer und Herbst eine Menge Futter selber suchen und sammeln.

Neben den Sämereien nehmen sie Streifenhörnchen auch alle Sorten an Früchten, Beeren und Obst. Auch Grünfutter nehmen manche Hörnchen auch, ausprobieren z.B.
Vogelmyrre und Löwenzahnblätter und Blüten. Im Frühjahr kann man auch frische Zweige in die Voliere oder den Käfig geben. Weide oder Obstbaum Zweige mit Austrieb, nehmen sie sehr gerne zum klettern oder sie nagen die Triebe und Rinde oft mit behagen ab.
Egal wie viel Grünfutter und Obst dem Tier angeboten wird, es sollte immer ausreichend Wasser zur Verfügung
haben.

Den Bedarf an Tierischer Kost, können sie am sichersten mit einer Gabe von 3 bis 5
Mehlwurmlarven am Tag decken. Mehr aber nicht, da sie sehr fetthaltig sind. Auch Heuschrecken und Heimchen nehmen sie in der Regel sehr gerne. Man bekommt sie im Zoofachhandel oder aus dem Garten. Ob Ihr Hörnchen Schiergehacktes oder frisches, fettloses Muskelfleisch vom Rind oder Kalb mag, ist auszuprobieren. Manche Tiere lehnen es ab, andere stürzen sich darauf.
Frische Milch in kleinen Gaben trinken beziehungsweise lecken die Hörnchen meist gerne. Vor allem Jungtiere und säugende Weibchen.

Der Käfig sollte mit Kleintierstreu eingerichtet werden, der Untergrund, sollte nicht mit zu spitzem und hartem Material bedeckt werden. Frischer Torf oder Gartenerde eignen sich auch. Von Zeit zu Zeit nehmen Hörnchen auch gerne ein Sandbad, am besten dazu geeignet ist etwas angefeuchtete Erde, darin hin und herschiebend, aalen und strecken sie sich dann. Es dient zur Fellspflege und steigert das wohlbefinden des Tieres.

Als Behausung eines Streifenhörnchens
eignet sich am besten, wie schon oben beschrieben, eine Voliere im Garten, oder ein großer Flugvogelkäfig oder eine Zimmervoliere. Da die Tiere ja einen großen Bewegungsdrang haben, sollte der Käfig nicht zu klein genommen werden.
Auch ein Schlafhäuschen sollte enthalten sein. Etwa in der
Größe 14cm hoch, 17 cm tief und 25cm lang. Es sollte eine aufklappbaren Deckel habe, damit man Nestkontrolle und es sauber machen kann.

Der Käfig sollte mindestens 50cm tief und 1m lang und hoch sein. Zwei Wände sollten zu sein (Hinten, eine Seite). Eingerichtet wird es am besten mit Naturholzästen die gut festgeschraubt werden (Unterlegscheibe und Schraube). Die Maschenweite des Gitters sollte 1,5cm nicht überschreiten, sonst kann es zu Verletzungen, beim klettern und springen kommen. Zugfrei und hell sollte die Behausung stehen.