Eichhörnchen

 

Sie flitzen durch die Baumkronen, als wäre das ein Riesenspaß. Dabei ist das Leben eines Eichhörnchens weder einfach noch ungefährlich. Aber sie sind schnell, intelligent und clever.

Adleraugen bewahren das Eichhörnchen vor überraschenden Angriffen von Feinden. Sie sind in der Lage, Entfernungen fast auf den Zentimeter genau zu schätzen. Dafür sehen sie nachts nicht sehr gut und wohl auch nicht sehr farbig, aber Forscher sagen, sie erkennen alle senkrechten Objekte mit Leichtigkeit.

Albinos sind bei Eichhörnchen keine Seltenheit. Ansonsten kann ihr Fell von leuchtendem Rot bis zu Schwarzbraun alle Farbtöne dazwischen haben (nur der Bauch bleibt immer weiß). Die Farbe des Fells bleibt genetisch bedingt, hängt aber auch von den Lebensbedingungen ab. Der Ölgehalt der Fichtenzapfen z.B. beeinflusst die Fellfarbe. In der Regel leben in höheren Lagen eher dunklere Eichhörnchen und in den Laubwäldern der Ebenen eher helle.

Cilli-Pulver  verdirbt Eichhörnchen den Spaß am Vogelfutter. Normalerweise betrachten Eichhörnchen alle Futterhäuser als Einladung, sie auszuräumen. Scharfer Cilli-Pfeffer im Futter aber vertreibt sie. Die Eichhörnchen schmecken ihn, aber die Vögel nicht.

Daunendecke ist der buschige Eichhörnchen-Schwanz in der Nacht. Beim Klettern hält es mit seinem Schwanz die Balance, auch wenn die Äste sich schon unter ihm biegen. Mit einer Bewegung seines Schwanzes kann es noch während des Fluges die Richtung ändern. Es kann über besondere Muskeln seinen Schwanz flach machen, damit er wie ein Fallschirm einen Sprung abfedert. Es gibt mit ihm optische Signale an Gegner und bei der Partnersuche.

Gesellig sind Eichhörnchen nicht. Meistens leben sie alleine. Nur etwa zweimal im Jahr  bemühen sich die „Eichkater“ um die Weibchen. Da gibt dann wilder Verfolgungsjagden durch die Baumkronen, Scheinkämpfe zwischen den Männchen, Schwanzwedeln und „Imponierlaufen“.  Die Jungen werden nach 38 Tagen Tragezeit geboren (erste Würfe oft schon Ende Januar, letzte im August). Oft wird aber nur ein Viertel der Jungen älter als ein Jahr.

Haarwechsel macht ein Eichhörnchen zwei mal pro Jahr: Die Frühjahrsmauser beginnt am Kopf und endet am Schwanz. Die Herbstmauser verläuft umgekehrt. Auch auf der Pfotenunterseite hat ein Eichhörnchen im Winter Haare, und (als einzigen Tier neben dem Luchs) an den Ohren einen Haarpinsel. Sein Fell wirkt im Winter viel matter, weil die neuen Haare grau sind.

Kobel heißt das fast kugelrunde Nest eines Eichhörnchens. Es ist auf einem hohen Baum und liegt meißt in einer Astgabel. Direkt am Hauptstamm. Oft wird das Nest eines Habichts oder einer Elster ausgebaut. So ein Kobel hat ein oder zwei Seitliche Einganslöcher (und immer einen Notausgang, falls ein Marder kommt) und besteht aus zwei Hüllen. Die äußere Schicht flicht das Eichhörnchen aus Ästen des Wohnbaumes. Sie hat einen Durchmesser von 30-40 cm. Der Wohnraum innen hat noch einen Durchmesser von ca. 15cm. Er ist mit Federn, Moos und Bast von dünnen Zweigen weich ausgepolstert. Außer dem Hauptkobel werden meist noch einige Reservekobel angelegt und sogenannte „Schattennester“. Die haben innen keine Polsterung und werden nur benutzt, damit ein Eichhörnchen in Ruhe fressen kann.

  Tasthaare hat ein Eichhörnchen nicht nur an der Schnauze, Fühlhaare, die rechtzeitig Äste oder andere Hindernisse im Weg melden, sind bei ihm über dem ganzen Körper verteilt.

  Wintervorräte verstecken Eichhörnchen an vielen Stellen rund um ihren Wohnbaum. Getrocknete Pilze z.B. werden in Astgabeln festgeklemmt oder in Rindenrissen, Nüsse und Eicheln dagegen meist vergraben. Eichhörnchen wissen nicht auswendig, wo sie was versteckt haben. Da sie keinen Winterschlaf halten, sondern nur Winterruhe, müssen sie selbst bei klirrender Kälte alle paar Tage fressen. Dann suchen Eichhörnchen eben alle möglichen Verstecke in ihrer Umgebung ab und werden da auch fündig, wenn (noch) etwas da ist. Außerdem können Eichhörnchen am Boden liegende Haselnusskerne aus 30 cm Entfernung riechen. Trotzdem bleiben am Ende des Winters in der Regel Verstecke unentdeckt. Aus den Dort vergrabenen Samen wachsen neue Bäume, einer neuer Wald.

Keine Angst vor Menschen

  Die meisten Wildtiere halten Abstand zu uns Menschen. Eichhörnchen dagegen finden es ganz praktisch. Sie steigen durchaus auf Balkone oder in offene Fenster ein, wenn sie wissen, dass da gutes Futter für sie zu holen ist.

Gartenkriege toben jeden Winter in England, weil Eichhörnchen jede Sicherung und jede Barriere zu Vogelhäuschen knacken. Sie sind einfach zu sportlich und intelligent. Vor ein paar Jahren gelang es einem Team tüftelnder Ingeneure der BBC, sie zu schlagen. Sie bauten so viele Hindernisse, Fallen und Tricks auf dem Weg zum Futter ein, dass es 14 Tage dauerte, bis das erste Eichhörnchen ans Futter kam. Innerhalb von 24 Stunden danach wussten dann alle anderen, wie es geht.

Automarder werden Eichhörnchen manchmal, beim Zähneputzen. Normalerweise beißen sie in ein Zweiglein, halten es fest und ziehen dann den Kopf nach hinten. So gleiten die Fasern wie Zahnseide zwischen ihren Zähnen. In England, so wird berichtet, greifen sie ab und zu, zu auch Autokabeln......................

Das Eichhörnchen frisst und sucht 35-80 g Futter am Tag. Dabei sind sie nicht immer sehr wählerisch. Es besteht aus Haselnüssen, Samen, Eicheln, Erdnüsse mit und ohne Schalen, Sonnenblumenkerne und vieles mehr.

Ich habe selber seit einiger Zeit eines in meinem Garten. Es kommt Regelmäßig und holt sich etwas.  Ob es nun getrocknetes Brot und Brötchen sind, Erdnüsse mit und ohne Schalen oder sogar frisches Toastbrot. Dabei geht es nicht besonders sorgfältig mit dem Essen um. Habe es auch schon Kirschen fressen sehen. Bei mir kann es ja genug finden, dadurch das ich meine Tiere auch draußen halte, fällt genug für es ab.

 Wir erschrecken uns oft dabei gegenseitig, wenn wir uns aus versehen über den Weg laufen. Aber es lässt sich schon fast nicht mehr beim fressen oder "klauen" stören. Ich, hoffe es kommt noch sehr lange bei mir speisen.