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Indische Laufente

 

Vor etwa 100 Jahren kam die Laufente aus Ostindien, woher sie stammt, nach Europa. Der Zucht dieser Entenrasse haben sich  besonders die Engländer zu gewand. Aber auch in Deutschland, haben sich Anhänger der Indischen Laufenten gefunden.

Da die Tiere nur ein Gewicht  von ca. 1 1/2 - 2 kg erreicht, kommt sie für die Fleischzucht nicht in Betracht. Dafür haben sie aber eine andere, interessante Eigenschaft, sie legen sehr gut, jeden Tag ein Ei und ist in dieser Hinsicht den besten Legehühnern überlegen. Sie fangen in Herbst an  zu legen und legen dann meistens den ganzen Winter durch, das sind ca. 200 Eier, mit einem Gewicht zwischen 65g und 75g. Sehr oft legen sie sogar mehr als 200 Eier in einer Legephase.

Diese Entenrasse ist sehr genügsam, man kann sie auch auf begrenztem Raum halten und Züchten, doch je größer das Gehege, umso besser ist das Zuchtergebnis. Dieser Entenschlag ist sehr wetterhart und die Aufzucht der Jungen, geht rasch von voran . Bei den Jungtieren kann man das Geschlecht oft aber erst ganz genau mit 3 Monaten Äußerlich erkennen. Die Weibliche Ente hat den Hinterleib recht abwärts gebogen, wogegen der Erpel, das Hinterteil wesentlich höher hält und sich später die gebogene Feder zu sehen ist. Bei manchen Erpeln, es kommt auf die Farbe der Tiere an, kann man es dann auch sehr gut an dem Grünlichem Hals erkennen, selbst bei schwarzen Tieren, wird der Hals oft dunkel grün.

Lege erfolge, kann man bei Nachzuchten schon im ersten Winter haben , wenn man früh mit der Zucht begonnen hat. Die Brutdauer liegt bei Naturbrut bei ca. 30- 31 Tagen. Bei der künstlichen Brut bei ca. 28-29 Tage, der Schlupf kann sich bis zu 48 Std. hinziehen. 

Besonders interessant und elegant, wird die Laufente durch ihre Pinguin artige Haltung und ihre Schnelligkeit. Der Geschmack der Eier, gegen über der Hühnereier, steht dem nichts nach. Haltung und Zucht ist da zu empfehlen, wo mit hohem Eierertrag gerechnet wird und die Hühnerhaltung nicht angängig ist. Zu empfehlen ist die Laufente für städtische Nutzgeflügelzüchter.

Diese schönen Tiere sind sehr flink und sie haben eine fast senkrechte Haltung. Es gibt sie in den verschiedensten Farben z.B. wildfarbig, follenfarbig, weiß, schwarz, braun, blau, rehfarbig, weiß gescheckt oder erbsengelb.

Ich selber habe eine wild farbige Ente Trulla, eine schwarz weiß gescheckte und einen schwarz weiß gescheckten Erpel.

Der Erpel hat einen dunkel grünen Kopf bekommen. Als ich sie bekam waren sie ca. 7 Tage alt. Meine wildfarbige Ente heißt Trulla und ist nun das 3te Jahr bei mir, ihr Erpel ist leider letztes Jahr 2001, verstorben. Sie hatte letztes Jahr auch das erste mal gebrütet, von 6 Eiern habe ich 5 Küken von ihr bekommen. Die habe alle ein schönes neues zu Hause bekommen. Die beiden schwarzen habe ich letztes Jahr auf einem Tiermarkt gekauft, zusammen mit meinen beiden Streicherenten. Ich hoffe in diesem Jahr 2002, Nachzucht von ihnen zu bekommen. 

Wie alle Enten baden sie sehr gerne und wühlen nach Herzenslust im Dreck/Schlamm. Die Indische Laufente ist nicht flugfähig. Ihre Flügel sind sehr schmal und nicht zum fliegen geeignet, allenfalls, kann sie von einer Erhöhung hinab segeln.  Sie kommen somit nicht über einen Zaun von einem Meter Höhe. 
Meine Tiere haben ein recht großes Gehege, ich habe netze darüber gespannt, zum Teil zumindest, damit kein Greifvogel sie schlagen kann.

Futter bekommen meine Enten von Deuka, ein Pressfutter  All Mash A gekörnt und Hühner Körnerfutter. Als Leckerbissen, frisches oder eingeweichtes Toastbrot und Brot. Aber sie fressen auch sehr gerne gekochte Nudeln und gekochte Kartoffeln.

Besonders gerne fressen sie Salat. Jeden.

 

Eine Besonderheit der Indischen Laufente muss  ich aber noch aufführen.

Sie sind Leidenschaftliche Schnecken Fresser. Wenn man diese niedlichen Tiere frei im Garten laufen lässt, vertilgen sie alle Schnecken die sie finden. Darum werden sie besonders gerne gehalten, bei Familien, die in der Näher oder an einem Wald wohnen, denn dort ist keine Schnecke vor ihnen sicher.

Selbst Laufenten Vermietungen  gibt es schon, da werden sie vermietet an Gartenbesitzer, damit sie dort mit der Schneckenplage aufräumen.

Mein Nachbar macht sich das auch immer sehr einfach, denn er sammelt zu Hause in seinem Garten alle Schnecken und bringt sie meinen Enten, die sich mit Wonne darauf stürzen und fressen. Aber sie nehmen auch sehr gerne Regenwürmer, wenn ich welche im Garten gefunden habe, bringe ich sie ihnen schon mal und dann geht das große Gerenne los. Besonders, wenn der Wurm recht groß und lang ist, eine schnappt sich den Wurm und alle anderen rennen  hinter ihr her, aber so schnell wie der Wurm dann im Schnabel verschwunden ist, kann man kaum nachvollziehen.