Zwergwachteln

 Große Ansprüche stellen die kleinsten Hühnervögel der Welt.

Groß wie Hummeln sind gerade mal die Küken. Echte Glucken sind die Hennen und die Hähne krähen melodisch und zart. Wenn sie richtig gehalten werden, sind Zwergwachteln zauberhafte Volierentiere.

Eine an der frischen Luft befindlichen Voliere sollte es schon sein. Entweder auf dem Balkon, Terrasse oder im Ideal Fall im Garten. Ich selber hatte mal welche im Keller in einer Voliere, aber da der Hahn auch Nachts Ruft, war es doch sehr störend. Mit allen Verhaltensweisen und Ansprüchen, gehören Zwergwachteln zu den Hühnervögeln, obwohl sie nicht mal eine Hand voll Vogel sind.

Bei einem gutem Züchter oder einem sehr gutem Zoofachhandel, er halten sie Zwergwachteln. Sehr selten allerdings als Küken, meist als erwachsener Vogel. Sie sind sehr scheu und der Transport nach Hause sollte möglichst schnell und sehr vorsichtig erfolgen. Da sie von der Konstitution nicht so stark sind, kann es leider passieren, das sie schon während des Fanges aus dem Käfig im Handel oder auf dem nach Hause Transport einen Herzinfarkt bekommen und daran sterben. Leider sehr häufig der Fall. Es gibt die kleinen Federbälle schon in verschiedenen Farben, neben der Wildfarbe gibt es schon Silberlinge, Schecken und auch Weiße Zwerge. Die Hähne haben bei den dunklen Zeichnungen, einen hellen, meist weißen mit schwarz gezeichneten Halbkreis unter dem Kopf, in der Augen Höhe endet. Bei den weißen kann man es schwerer erkennen, bei den Silberlingen, ist der Kranz wesentlich heller und man muss genau schauen. Leider sind die Hähne auch streitsüchtiger als die Weibchen, darum sollte man nicht zu viele Hähne zusammen halten, gut auch 2 Hähne ohne Huhn, aber für jeden Hahn mindestens 2-3 Weibliche Tiere.

Wenn sie in einer bewohnten Gegend wohnen, brauchen sie sich keine Angst wegen der Nachbar machen. Auch wenn der Hahn ruft und dabei imponierend den Hals reckt, ist er nicht viel lauter wie eine Drossel oder Spatz. Hennen und Küken sind noch wesentlich leiser, man hört sie kaum.

Die Voliere sollte nicht zu klein sein und mindestens 3 Quadratmeter Grundfläche haben. Von der Höhe her, mindestens 1,60m oder höher. Das erleichtert auch das säubern. Da die Tiere in Panik senkrecht nach oben steigen, sollte ein solche Höhe bedacht werden, sonst schlagen sie sich bei einem solchem Start die Köpfe an der Decke ein, dadurch kamen schon Zwergwachtel zu Tode. 

Die Einrichtung der Voliere sollte den schreckhaften Tieren angepasst werden, ein kleines Stück Wiese oder eine Schale mit Wiese, eine Ecke oder Schüssel mit feinem Sand, Gebüsch aus kleinen Sträuchern oder ähnlichem. Den feinen Sand brauchen sie um darin zu baden, so halten sie das Gefieder Ungeziefer frei und kühlen sich an heißen Tagen ab. Auch sollte ein Tel des Bodens mit unbehandelter Blumen oder Walderde bedeckt sein. Darin scharren sie sehr gerne und es kann ihnen nicht langweilig werden. Die Verstecke können bestehen aus Felsenhöhlen, übereinander gestapelte Rinde oder Büschen und Sträuchern bestehen. In diese Verstecke ziehen sie sich zurück, um zu Schlafen, zu Brühten. Einen flachen Trinknapf sollte man anbieten, denn wenn mal Junge gezogen werden sollten, könnten sie in einem tiefen schnell ertrinken. Wichtig ist auch der der Draht für die Voliere sehr engmaschig ist, zum einen damit die Küken nicht hinaus können, da die Glucke ihnen ja nicht folgen kann und zum anderen, damit keine Vögel (Elstern, Krähen usw.) und Katzen den Tieren schaden bereiten können.  Man kann auch drei Seiten der Voliere zu machen entweder mit Wellplexiglas oder mit Holz. Ist die Voliere auch noch mit einem dach geschützt, und haben die Tiere genügend Möglichkeiten sich zurück zu ziehen, werden Zwergwachteln schnell zahm und erkennen den Besitzer an seinen Schritten, dann kommen sie gleich angelaufen und betteln nach Futter und Leckerbissen.

Das sollte neben der Körnermischung auch viel natürliches wie Löwenzahn, Vogelmiere und andere Wildpflanzen enthalten und nach Möglichkeit auch winzige Insekten wie Blattläuse, die die Wachteln gerne verspeisen. Sollte man letzteres nicht bekommen, kann man auch Mehlwürmer reichen (am besten im Winter), aber nicht zu viel. In der warme Jahreszeit picken sie auch gerne nach Ameisen, Fruchtfliegen und Spinnentiere.

Die Nachzucht von Zwergwachteln ist nicht immer gegeben, die Hennen legen zwar willig Eier, aber sie brüten nur wenn sie sich sicher und geborgen fühlen. Ein Gelege kann aus fünf – vierzehn (!) Eiern bestehen, die Eier werden in einer gut geschützten Mulde gelegt. Ab dem Brut beging, verlässt die Henne das Nest kaum noch, der Hahn wird angriffslustig um das Nest mit Henne zu bewachen, er trippelt dann in der Nähe um her und verjagt alles und jeden. Wachtel Küken sind Nestflüchter, das heißt, auch wenn sie sich noch nicht so recht vom Schlupf ( der nicht leicht ist), erholt haben, verlassen sie schon das Nest. Nach dem Schlupf der ersten Küken hat die Mutter schwerst Arbeit zu erledigen, denn sie muss die anderen Eier weiter warm halten, aber gleichzeitig die schon geschlüpften Küken unter ihre Fittiche nehmen, denn die Winzlinge sind gleich Abendteuer lustig, erklettern und erkunden gerne direkt alles.  Sind nun alle Küken geschlüpft, spaziert die Glucke mit ihren Küken los, dabei Gluckst sie immer fort, damit die Kleinen zusammen bleiben, meist unter Aufsicht des Hahnes. Dieser hat die Pflicht Ausreißer zurecht zu weisen, und natürlich auch er hat die Pflicht, den Federknäulen alles zu zeigen was fressbar ist, dabei lässt er ihnen gerne den Vortritt. Um seine „Familie“ zu beschützen und zu verteidigen, kann er zu einem kleinen Berserker werden, er verteidigt sein Familie mit seinem spitzen Schnabel und gekonnten Hieben.

Nach einem solchen Ausflug zieht sich die kleine Gruppe wieder in den Schutz der Büsche zurück, dort kuscheln sich die Küken unter das aufgeplusterte, warmen Gefieder der Mama zusammen, um sich zu erholen, das gute Futter zu verdauen und zum Schlafen. Das Geschlecht der Küken, kann man etwa aber der 4ten Woche erahnen, zu dieser Zeit sind sie schon recht selbständig. Zu diesem Zeitpunkt bereitet Die Glucke schon wieder ein neues Nest vor.

Wichtig wäre noch zu sagen, das Zwergwachten nicht alleine gehalten werden sollten. Mindestens 2 Tiere, ob Gleichgeschlechtlich oder 1 Hahn und 2 Weibchen, das ist egal, Hautsache nicht alleine.    Die Kleinste Art ist die Chinesische Zwergwachtel, Sie lebt in Südostasien und in Australien in Busch - oder Sumpfland. Bei sind ausschließlich Nachzuchten in  xten  Generationen erhältlich.